Tagesgeldkonten bilden in der heutigen Finanzwelt eine echte Alternative zu herkömmlichen Sparbüchern. Während man bei einem normalen Sparbuch heute selten mehr als 1,5% Zinsen bekommt, sind bei Tagesgeldkonten doppelt bis dreimal so hohe Zinssätze durchaus üblich.

Aber was ist Tagesgeld eigentlich genau?
Unter dem Begriff Tagesgeld fasst man generell all jene Gelder zusammen, die auf dem Tagesgeldmarkt gehandelt werden. Dieser Markt besteht lediglich aus dem Handel zwischen den Kreditinstituten und dient der Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe. Stellt ein Kreditinstitut fest, dass die liquiden Mittel sich dem Ende nähern kann es sich Geld von anderen Kreditinstituten leihen. Aufgrund der meist sehr kurzen Kreditlaufzeiten von einigen Stunden bis zu wenigen Tagen wird das Geld als “Tagesgeld” bezeichnet.

Folgenden Tagesgeld Vergleich haben wir für Sie zusammen gestellt:

Tagesgeldvergleich

Anlagebetrag
Euro
Anlagedauer
Einlagensicherung
 
Einlagen-
sicherung
Ertrag
Rendite
* Werte für gewählten Zeitraum, die Berechnung erfolgt auf Basis der aktuellen Zinssätze vom 20.02.2018. Alle Angaben ohne Gewähr, © 2018 financeAds.net

Würde ein Kreditinstitut sich Gelder von der jeweiligen Zentralbank leihen, müsste es den aktuell festgelegte Zentralbankzins, in Europa EURIBOR (European Inter Bank Offer Rate) genannt bezahlen. Der Zins auf dem Tagesgeld – Markt liegt nun logischerweise etwas unter dem Zins der Zentralbank, sonst würde ja kein Kreditinstitut Geld am Geldmarkt aufnehmen.

Vor einigen Jahren kamen findige Geschäftsleute nun auf die Idee, den Geldmarkt allen Anlegern zugänglich zu machen, das Geldmarktkonto war geboren. Ein Geldmarktkonto unterscheidet sich grundsätzlich nicht von einem normalen Sparbuch, abgesehen davon, dass das Geld nicht direkt ausgezahlt werden kann. Für Auszahlungen wird das Geld immer auf ein hinterlegtes Referenzkonto, meist das eigene Girokonto, überwiesen.

Das Geld der Anleger mit Tagesgeldkonten wird von der Bank separat verwaltet und am Tagesgeldmarkt angelegt. Ein Teil der Gewinne wird nun an die Anleger weitergegeben und macht den Reiz eines Geldmarktkontos aus.

Das Verlustrisiko bei einem Geldmarktkonto beträgt 0% da auch die Einlagen für den Geldmarkt dem Einlagensicherungsfonds unterliegen, einer Art Garantieversicherung der Kundegelder innerhalb der Bank. Selbst wenn ein Kreditinstitut Konkurs geht werden die Tagesgelder zurückbezahlt und die Anleger bekommen ihr Geld zurück.

Da sich der Zins der Zentralbanken ständig ändert, wird auch der Tagesgeldzinssatz stets an die aktuellen Marktzinsen angepasst.