Steueroptimierte Rentenfonds

Die Absenkung des Sparerfreibetrages im Jahre 2007 auf 801 Euro für Ledige und 1602 Euro für Verheiratete hat auch die Inhaber von Fondsanteilen hart getroffen. Um dieser Problematik wenigstens einen kleinen Dämpfer zu verpassen haben sich die Fondsgesellschaften ein spezielles Fondsmodell ausgedacht, die steueroptimierten . Das Ziel eines steueroptimierten ist es, natürlich, dem Anleger eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften, dabei wird jedoch nicht die Vorsteuer-, sondern die Nachsteuerrendite bedacht.

Der Trick, den die Steueroptimierten sich zu nutze machen ist ebenso simpel wie effektiv. Im Gegensatz zu klassischen werden keine normalen verzinslichen Anlagen, sondern vielmehr abgezinste Papiere gekauft. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Wandelanleihen, Niedrigzinsanleihen, oder Fremdwährungsanleihen handeln. Sehr beliebt in diesem Zusammenhang sind auch so genannte Zero-Bonds, also Nullzinsanleihen oder auch Nullcouponanleihen.

Bei all diesen Anlageformen ist es so, dass die Anlagen für unter 100% ihres Wertes, also abgezinst ausgegeben, am Ende der Laufzeit aber für 100% ihres Nennwertes wieder zurückgekauft werden. Der erwirtschaftete Gewinn zählt nicht als Zins- sondern als Kursgewinn.

Fondsgesellschaften haben gegenüber dem Privatanleger dabei noch einen ganz entscheidenden Vorteil, sie müssen die Anteile nicht erst 12 Monate halten um eine Spekulationssteuer zu umgehen sondern können diese sofort wieder liquide machen, also verkaufen.

Selbstverständlich muss der Privatanleger seine Erträge aus einem solchen steueroptimierten im Rahmen seiner Einkommenssteuererklärung versteuern, das Problem einer Doppelbesteuerung bei der Fondsgesellschaft und beim Anleger wird aber effektiv umgangen.

Steueroptimierte können über diverse Online Broker gehandelt und in einem Aktiendepot oder einem Fondsdepot verwaltet werden. Der Kauf ist in einmaligen Summen, aber auch in monatlichen Raten möglich.

Verwandte Artikel