Rürup Rente für Selbstständige

Selbstständige müssen für ihre gesamte Altersversorgung alleine aufkommen – der Abschluss einer oder mehrerer Lebens- oder Rentenversicherungsverträge war von daher für diese Berufsgruppe schon immer absolut notwendig.

Bis zum 31.12.2004 standen den Selbstständigen hierfür auch 5.736 Euro jährlich zur Verfügung (maximal im Rahmen der Sonderausgaben von der Steuer abziehbarer Betrag / hierunter zählen neben Lebens- und Rentenversicherungen auch Beiträge zu sonstigen Versorgungseinrichtungen, Unfall- und Haftpflichtversicherungen). Im Rahmen der Änderungen des Alterseinkünftegesetzes wurde diese Grenze jedoch abgeschafft. Vorsorgeaufwendungen können nunmehr nicht mehr in der altbekannten Höhe, sondern lediglich bis zu 2400 Euro jährlich abgezogen werden.

Um aber mehr Beiträge steuerlich geltend machen zu können, benötigen Selbstständige eine Rürup Rente.
Bei einer Rürup-Rente handelt es sich um eine so genannte Laibrente, eine Rentenversicherung, die nicht vererbbar, nicht übertragbar und nicht kündbar ist. Außerdem ist die Leistung nur als Rente auszahlbar, es kann keine einmalige Kapitalleistung am Laufzeitende gewählt werden.

Im Gegenzug zu diesen „Nachteilen“ kann man die Beiträge zu einer Rüruprente allerdings bis zu sehr hohen Grenzen steuerlich geltend machen. In 2007 sind es aktuell 64% der gezahlten Beiträge, höchstens 20.000 Euro für Alleinstehende und 40.000 Euro für Verheiratete. Die Absetzbarkeit erhöht sich jährlich um 2% bis 2025 die kompletten Beiträge von der Steuer abgesetzt werden dürfen.

Besonders wertvoll ist an Rürup-Renten auch, dass der Verwertungsverzicht, also die Unkündbarkeit des Vertrages, nicht nur für den Vertragsinhaber gilt, sondern generell bindend ist. Wenn es zum Beispiel darum geht, Hartz IV zu beantragen, dann ist die Rürup-Rente auch in diesem Fall geschützt. Die Arga darf also nicht auf den Vertragswert verweisen und anordnen diesen zu verbrauchen bevor es eine Leistung vom Amt gibt.